Wer ist Elisabeth Berger?
Rentnerin, lebt allein · Ostwestfalen
Elisabeth Berger, 79, war über drei Jahrzehnte Buchhalterin. Zahlen und Ordnung sind ihre Welt. Heute lebt sie allein in ihrer Wohnung in Ostwestfalen. Sie hat eine chronische Herzschwäche und Typ-2-Diabetes. Blutdruck, Gewicht und Blutzucker notiert sie so gewissenhaft wie früher ihre Zahlen. Ihr größter Wunsch: so lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause bleiben.
Auf einen Blick
- GesundheitChronische Herzschwäche, Typ-2-Diabetes
- UnterstützungTochter Anna, Unterstützung im Haus (2×/Woche)
- TechnikBlutdruckmessgerät, Waage und Blutzuckermessgerät mit Bluetooth, ein einfaches Smartphone
- Wichtigstes ZielSelbstbestimmt und sicher zu Hause leben
Blutdruck auf dem Zettel, Gewicht in der App, Blutzucker im Heft
Elisabeth Berger misst gewissenhaft. Schwierig ist etwas anderes: alles zusammenzubringen. Ihre Gesundheitsdaten verteilen sich auf viele kleine Inseln, die niemand miteinander verbindet.
Drei Werte an drei Orten
Der Blutdruck steht auf einem Zettel am Kühlschrank, das Gewicht in der Waagen-App, der Blutzucker in einem kleinen Heft. Jede Insel steht für sich. Es gibt keinen gemeinsamen Verlauf.
Was die Tochter bemerkt, steht nirgends
Anna erfährt am Telefon und beim Besuch, wie viel ihre Mutter getrunken und gegessen hat, wie es ihr ging und ob sie kurzatmig war. Diese Eindrücke bleiben in ihrem Kopf oder in einer Chatnachricht. Niemand bringt sie mit den Messwerten und den Medikamenten zusammen.
Zehn Minuten beim Arzt reichen nicht für drei Monate
Beim Arztbesuch bleiben zehn Minuten. Gewicht und Kurzatmigkeit nehmen zu, seit die Medikamente zuletzt umgestellt wurden. Das fällt niemandem auf, denn es steht nirgends im Zusammenhang.
Mit 79 Jahren zählt ihr eigener Verlauf, nicht das Lehrbuch
Mit 79 Jahren, Herzschwäche und Diabetes sind Elisabeth Bergers übliche Werte andere als im Lehrbuch. Ein Vergleich mit Durchschnittswerten würde ihr nicht helfen. Oder er würde sie unnötig beunruhigen.
Normal ist, was für sie normal ist
Was für sie normal ist, ergibt sich aus ihren Wochen und Monaten. Auffällig ist, was von ihrem eigenen Verlauf abweicht. Eine Abweichung von einer Tabelle zählt nicht.
Was die Werte bedeuten, sagt ihre Ärztin
Ein Muster beschreibt, was in ihren Daten auffällt. Es stellt keine Diagnose, empfiehlt keine Änderung der Medikamente und drängt zu nichts. Was es bedeutet, ordnet ihre Ärztin ein.
Herzschwäche und Diabetes: von der Messung zum Bericht für die Ärztin
So könnte DOKINA Elisabeth Bergers Alltag verändern: Aus vielen Inseln wird ein gemeinsamer Verlauf. Darin lassen sich Zusammenhänge entdecken, und sie kann ihn übersichtlich teilen.
Sammeln: Werte kommen per Bluetooth
Blutdruck, Gewicht und Blutzucker wandern automatisch per Bluetooth in die App. Niemand muss sie abtippen. Über große Auswahlflächen trägt Elisabeth Berger das Übrige ein: wie viel sie getrunken und gegessen hat, wie es ihr geht und welche Medikamente sie genommen hat. Sind ihre Knöchel geschwollen, hält sie das mit einem Foto fest. Was Anna beim Besuch bemerkt, trägt Anna selbst ein. Den bundeseinheitlichen Medikationsplan aus der Praxis liest sie zu Beginn einmal über den Strichcode ein.
Verstehen: Was Gewicht, Trinken und Tabletten verbindet
Werte, Veränderungen am Körper, Medikamente, Trinkmenge, Essen und Wohlbefinden liegen in einem Verlauf. So lassen sich Zusammenhänge entdecken. Elisabeth Berger kann zum Beispiel sehen, was nach Tagen geschieht, an denen sie die entwässernde Tablette vergisst oder viel trinkt: Das Gewicht ist höher, die Knöchel sind dicker, die Luft ist knapper, und es geht ihr schlechter. Ein Muster beschreibt, was im eigenen Verlauf auffällt. Das kann ein Anlass sein, etwas im Alltag zu ändern oder mit der Ärztin zu sprechen.
Teilen: Drei Monate auf einer Seite
Vor dem nächsten Termin erstellt Elisabeth Berger mit wenigen Fingertipps einen Bericht. Er zeigt die passenden Kurven, drei Monate auf einer Seite. Ihre Unterstützung im Haus lässt sie mitlesen. Bei ihrer Ärztin liegt zum ersten Mal der ganze Verlauf auf dem Tisch, nicht nur ein einzelner Moment.
Alles im Blick. Gewicht, Trinkmenge, Blutdruck, Blutzucker und der Medikationsplan stehen in einem Verlauf.
Elisabeth Berger: „Ich messe ja alles“
„Ich messe ja alles. Aber erst, wenn meine Ärztin den ganzen Verlauf sieht, versteht sie, was bei mir zu Hause wirklich passiert.“
Vier Funktionen für den Alltag mit Herzschwäche und Diabetes
Blutdruck und Gewicht ohne Abtippen
Blutdruck und Gewicht kommen per Bluetooth vom Messgerät, ohne Abtippen. Jeder Wert trägt einen LOINC-Code, eine weltweit einheitliche Kennung für Messwerte. Dazu Muster aus dem eigenen Verlauf.
Tabletten, Essen und Trinken an einer Stelle
Sie hält an einer Stelle fest, welche Medikamente sie nimmt, was sie isst und trinkt und wie es ihr geht. Erinnerungen helfen ihr, die Tabletten regelmäßig zu nehmen.
Die Tochter trägt mit ein
Tochter Anna trägt Notizen mit ein und behält den Verlauf im Blick. Ob sie nur ansieht oder auch einträgt, bestimmt Elisabeth Berger.
Bericht als PDF für Praxis und Therapie
Kurven, Medikamente und Notizen als PDF für Praxis und Therapie. Sie stellt den Bericht in ihre elektronische Patientenakte ein oder bringt ihn ausgedruckt mit.
Herzschwäche, Blutdruck und Medikationsplan im Magazin
Wie Elisabeth Berger kannst Du Deine Werte auch auf Papier festhalten. Diese Beiträge zeigen, worauf es dabei ankommt.
Tägliches Wiegen bei Herzschwäche: Zwei Minuten am Morgen
Warum tägliches Wiegen bei Herzschwäche wichtig ist und wie Du die Faustregel für eine Zunahme mit drei Rechnungen selbst nachrechnest, mit Beispielwoche.
Blutdrucktagebuch zum Ausdrucken: Tag für Tag auf einer Seite
Wie ein Blutdrucktagebuch aufgebaut sein sollte, wie die Messung nach der Deutschen Hochdruckliga abläuft und wo eine Papiertabelle an ihre Grenzen stößt.
Medikationsplan (BMP): Was draufsteht und wer ihn bekommt
Was der Bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP) ist, wer Anspruch hat, wofür der Code gut ist und wie Du Deinen Plan mit fünf Fragen vor dem Termin prüfst.
Auch Markus Vogt lebt mit vielen Daten
Markus Vogt ist 46, steht mitten im Berufsleben und lebt mit Asthma. Eine andere Lebensphase, dieselbe Frage: Wie behält man den Überblick und gibt ihn an die richtigen Menschen weiter?