Sechs Bausteine – von der Erfassung bis zur Beobachtung

Die Lösung ist mehr als Software. Erst im Zusammenspiel von Erfassung, gemeinsamem Verlauf, Auswertung, fachlich freigegebenen Inhalten und klaren Grenzen der Formulierung ergibt sie ein verantwortbares Ganzes. Alle Bausteine entstehen im laufenden Vorhaben – zur Roadmap.

01
entsteht 2026

Barrierefreie Erfassung im Alltag

Werte, Befinden, Medikation, Essen und Trinken werden über geführte Eingaben strukturiert erfasst – wenige Schritte je Eintrag, große Bedienelemente, klare Sprache und Alltagsanker statt Fachbegriffe. Wer einen Eintrag gemacht hat, bleibt dabei nachvollziehbar getrennt (Ziel: WCAG 2.2).

02
entsteht 2026

Werte ohne Abtippen

Gängige Messgeräte lassen sich koppeln, ebenso die Gesundheitsdienste des Smartphones; die Werte landen standardkodiert im Verlauf. Vorhandene ärztliche Dokumente können übernommen und in strukturierte Angaben überführt werden – unsichere Zuordnungen werden gekennzeichnet und nicht stillschweigend übernommen.

03
entsteht 2026

Ein gemeinsamer Verlauf

Alles liegt zusammenhängend nebeneinander: Werte, Medikation, Tagesablauf, eigene Beobachtungen und Veränderungen am Körper. Dieser gemeinsame Verlauf ist die Voraussetzung dafür, überhaupt nach Zusammenhängen suchen zu können – in einer einzelnen App oder auf einem Zettel entstehen sie nie.

04
entsteht 2026

Beobachtungen aus eigenen Daten

Maßstab ist der eigene Verlauf der Person, nicht ein Durchschnitt aus der Bevölkerung. Geprüft werden ausschließlich fachlich freigegebene Zusammenhänge, mit Verfahren, die für kleine Datenmengen geeignet sind und nachvollziehbar bleiben. Aus hinreichend belegten Mustern entstehen feste Texte in einfacher Sprache.

05
entsteht 2026

Einflüsse, die niemand eintippen möchte

In die Auswertung fließen auch Faktoren ein, die den Alltag prägen, ohne dass die Person sie selbst erfassen müsste. Was dafür nötig ist, bleibt bewusst so grob und so sparsam wie möglich; Angaben mit Personenbezug verlassen die Lösung dabei nicht. Sichtbar werden diese Faktoren nur dort, wo sie Teil einer Beobachtung sind.

06
entsteht 2026

Bericht, Freigaben und Schnittstelle

Für das Arztgespräch entsteht ein Bericht mit selbst gewählten Inhalten – einschließlich der Beobachtungen, die die Person dafür auswählt. Stellen, die die Daten weiterverarbeiten, erhalten sie über eine standardkonforme Schnittstelle, sobald die Person sie befristet freigibt.

Vom Eintrag zur verständlichen Beobachtung

Vier Schritte, die zusammengehören. Der letzte ist der eigentliche Zweck: dass ein Mensch aus seinen eigenen Daten etwas mitnimmt.

1

Erfassen

Eigene Einträge in wenigen Schritten, gekoppelte Messgeräte und vorhandene ärztliche Dokumente – ohne Abtippen und ohne Fachjargon.

2

Zusammenführen

Alles liegt in einem gemeinsamen Verlauf, ergänzt um weitere Einflüsse des Alltags, die die Person nicht selbst erfassen muss.

3

Auswerten

Gesucht wird ausschließlich innerhalb des eigenen Verlaufs und nur entlang fachlich freigegebener Zusammenhänge – nachvollziehbar, nicht als Black Box.

4

Zurückgeben

Was hinreichend belegt ist, wird als ruhige, verständliche Beobachtung angezeigt – und geht auf Wunsch in den Bericht für das nächste Arztgespräch ein.

Beschreiben, nicht bewerten

Eine Beobachtung beschreibt, was im eigenen Verlauf auffällt – in ruhiger, einfacher Sprache und zurückführbar auf die Daten, aus denen sie entstanden ist. Die fachliche Bewertung bleibt bei Ärztinnen, Ärzten und anderen Fachpersonen. Geteilt wird ausschließlich, was die Person selbst befristet freigibt.

Entwurfsskizze. Inhalte für das Arztgespräch selbst auswählen – einschließlich der Beobachtungen, die die Person zeigen möchte.

Sicherheit ist Grundlage, nicht Feature

Sechs Prinzipien leiten jede technische Entscheidung – auch dann, wenn sie eine bequemere Lösung ausschließen.

Datenschutz by Design

Sparsamkeit als Konstruktionsprinzip: Was für eine Auswertung nicht gebraucht wird, wird nicht erhoben. Verschlüsselte Übertragung und getrennte Einwilligungen je Zweck.

Hosting in Deutschland

Alle Daten auf Servern in Deutschland. Kein Drittlandtransfer, keine Abhängigkeit von außereuropäischen Cloud-Anbietern.

Offene Standards

Die Schnittstellen folgen den jeweils etablierten offenen Standards des deutschen Gesundheitswesens. Auf einzelne Versionen legen wir uns nicht fest, weil sie sich während der Laufzeit weiterentwickeln.

Nachvollziehbar statt Black Box

Jede Beobachtung lässt sich auf die Daten zurückführen, aus denen sie entstanden ist. Automatisierte Hinweise sind regelbasiert; die Bewertung bleibt beim Menschen.

Barrierefreiheit

Bedienbarkeit ist kein Zusatz, sondern Voraussetzung dafür, dass überhaupt verwertbare Daten entstehen. Angestrebt wird WCAG 2.2 als Maßstab.

Informationssicherheit

Anerkannte Standards für Informationssicherheit und sichere Update-Prozesse sind Leitlinien der Entwicklung. Zertifizierungen liegen derzeit nicht vor.

Technische Fragen

Was ist heute verfügbar?

Nichts davon ist heute nutzbar. Das Vorhaben startete mit einer Idee und einer Konzeption; die Lösung entsteht 2026 und wird 2027 im Pilotbetrieb untersucht. Alle Angaben auf dieser Seite beschreiben, wie die Lösung angelegt ist – nicht, was bereits läuft. Abweichungen im Zuge der Umsetzung sind ausdrücklich vorgesehen.

Wie entsteht eine Beobachtung?

Aus dem gemeinsamen Verlauf einer einzelnen Person. Maßstab ist ihre eigene Vorgeschichte, nicht ein Durchschnitt aus der Bevölkerung. Geprüft werden ausschließlich Zusammenhänge, die Fachkräfte zuvor freigegeben haben, mit Verfahren, die für kleine Datenmengen geeignet sind. Ist ein Muster hinreichend belegt, entsteht daraus ein fester Text in einfacher Sprache, der gegen klare Formulierungsgrenzen geprüft wird. Ob sich solche Zusammenhänge belastbar erkennen lassen, ist die zentrale offene Frage des Vorhabens.

Welche Daten kommen zusammen – und was passiert mit ihnen?

Selbst erfasste Einträge zu Befinden, Medikation und Alltag, Werte aus gekoppelten Messgeräten und den Gesundheitsdiensten des Smartphones sowie vorhandene ärztliche Dokumente. Ergänzend fließen Einflüsse des Alltags ein, die die Person nicht selbst erfassen muss; was dafür nötig ist, bleibt bewusst grob, und Angaben mit Personenbezug werden dafür nicht an Dritte übermittelt. Die Daten bleiben bei der Person: Weitergegeben wird nur, was sie ausdrücklich und befristet freigibt.

Wie kommen die Daten zu Ärztin, Arzt oder einer anderen Stelle?

Auf zwei Wegen. Für das Gespräch entsteht ein kompakter Bericht mit selbst gewählten Inhalten. Stellen, die die Daten weiterverarbeiten, können sie über eine standardkonforme Schnittstelle in ihr eigenes System übernehmen, statt sie erneut zu erfassen. Beides setzt eine ausdrückliche, befristete und jederzeit widerrufbare Freigabe voraus; jeder Zugriff wird protokolliert.

Ist DOKINA ein Medizinprodukt?

Die Lösung ist so gestaltet, dass sie eigene Daten beschreibt und weder Diagnose noch Therapie nahelegt. Ob die Zweckbestimmung damit außerhalb der medizinprodukterechtlichen Regelungen liegt, wird im Vorhaben gutachterlich bewertet – die Erstbewertung erfolgt vor der Umsetzung, die abschließende Einordnung 2027 anhand der dann verifizierten Aussagen. Wir nehmen das Ergebnis nicht vorweg.

Am Vorhaben mitwirken

2027 untersuchen wir die Lösung im Alltag. Wenn Du mit einer chronischen Erkrankung lebst, zu Selbstmanagement oder Verständlichkeit forschst oder eine abgegrenzte Fragestellung bearbeiten möchtest, freuen wir uns über eine Nachricht.