Muster statt Diagnose: DOKINA beschreibt, was in Deinen Daten auffällt
Du lebst mit Deiner Krankheit jeden Tag. Trotzdem liegen die Daten darüber verstreut, und niemand sieht das Ganze. Ein Muster zeigt Dir in einfacher Sprache, was in Deinem Verlauf auffällt. Du siehst auch, aus welchen Daten es entstanden ist. Was es bedeutet, besprichst Du mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. Weitergegeben wird nur, was Du freigibst.
Entwurfsskizze. Du wählst selbst aus, was in den Bericht für das Arztgespräch kommt. Dazu gehören auch Notizen, die Du zeigen möchtest.
Der Weg Deiner Daten: eintragen, zusammenführen, auswerten, verstehen
Vier Schritte, die zusammengehören. Der letzte ist der eigentliche Zweck: dass Du aus Deinen eigenen Daten etwas mitnimmst.
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Eintragen
Eintragen geht mit wenigen Handgriffen. Verbundene Messgeräte liefern ihre Werte von selbst. Deinen Medikationsplan übernimmst Du, ohne ihn abzutippen.
- 2
Zusammenführen
Alles liegt in einem Verlauf, nebeneinander. Dazu kommen Umweltinformationen, die Du nicht selbst eintragen musst.
- 3
Auswerten
Gesucht wird nur in Deinem eigenen Verlauf und nur nach Zusammenhängen, die Fachleute vorher freigegeben haben. Jeder Schritt bleibt nachvollziehbar.
- 4
Verstehen
Was gut genug belegt ist, kommt als kurzer, verständlicher Satz zurück. Wenn Du magst, nimmst Du ihn zum nächsten Termin mit.
Datenschutz und Sicherheit: Server in Deutschland, offene Standards
Es sind Deine Daten. Sechs Grundsätze leiten deshalb jede Entscheidung, auch dann, wenn ein bequemerer Weg dadurch wegfällt.
Datenschutz von Anfang an
Wir sammeln so wenig wie möglich: Was für eine Auswertung nicht gebraucht wird, wird gar nicht erst erfasst. Die Daten werden verschlüsselt übertragen. Für jeden Zweck gibt es eine eigene Einwilligung.
Hosting in Deutschland
Alle Daten liegen auf Servern in Deutschland. Sie werden nicht in Länder außerhalb der EU übertragen. Wir sind nicht von Cloud-Anbietern außerhalb Europas abhängig.
Offene Standards
Die Schnittstellen folgen den gängigen offenen Standards im deutschen Gesundheitswesen. Dazu gehört vor allem FHIR, ein verbreitetes Format für den Austausch von Gesundheitsdaten. Auf einzelne Versionen legen wir uns nicht fest, weil sich die Standards laufend weiterentwickeln.
Nachvollziehbar statt undurchsichtig
Jedes Muster lässt sich auf die Daten zurückführen, aus denen es entstanden ist. Hinweise entstehen nach festen Regeln. Die Bewertung bleibt beim Menschen.
Barrierefreiheit
Einfache Bedienung ist kein Zusatz. Ohne sie entstehen gar keine brauchbaren Daten. Wir richten uns nach WCAG 2.2, einem internationalen Regelwerk für barrierefreie Angebote im Netz.
Informationssicherheit
Die Entwicklung folgt anerkannten Standards für Informationssicherheit. Auch Aktualisierungen laufen über einen sicheren Weg.
Sechs Bausteine: vom Messwert bis zum Bericht für den Arzt
Sechs Teile, die erst zusammen ihren Zweck erfüllen: leichtes Erfassen, ein gemeinsamer Verlauf, eine verständliche Auswertung und klare Worte am Ende. Woran wir gerade arbeiten, steht in der Roadmap.
Barrierefreie Erfassung im Alltag
Werte, Wohlbefinden, Medikamente, Essen und Trinken trägst Du Schritt für Schritt ein. Es gibt große Tasten, klare Worte und Beispiele aus dem Alltag statt Fachbegriffen. Das hilft auch, wenn die Augen nicht mehr gut mitmachen oder die Hände zittern (Ziel: WCAG 2.2). Bei jedem Eintrag bleibt erkennbar, wer ihn gemacht hat.
Messwerte und Medikationsplan ohne Abtippen
Gängige Messgeräte lassen sich verbinden, ebenso Smartwatches, Fitnesstracker und die Gesundheits-Apps Deines Smartphones. Die Werte landen direkt im Verlauf. Werte aus Geräten für den Alltag sind als solche gekennzeichnet, mit Angaben zum Gerät. Auch Deinen Medikationsplan kannst Du übernehmen, ohne ihn abzutippen. Oder Du legst ihn selbst an.
Ein gemeinsamer Verlauf
Werte, Medikamente, Tagesablauf, eigene Notizen und Veränderungen am Körper liegen nebeneinander. Erst so kannst Du nach Zusammenhängen suchen. In einer einzelnen App oder auf einem Zettel fallen sie nie auf.
Muster in Deinen eigenen Daten
Maßstab bist Du selbst, kein Durchschnitt aus der Bevölkerung. Geprüft werden nur Zusammenhänge, die Fachleute vorher freigegeben haben. Ist ein Muster gut genug belegt, wird daraus ein kurzer Satz in einfacher Sprache.
Umweltinformationen, ohne etwas einzutippen
Umweltinformationen aus Deiner Gegend fließen mit ein, ohne dass Du etwas eingeben musst. Was dafür nötig ist, bleibt bewusst grob und sparsam. Gespeichert wird kein Ort, und Angaben, die zu Dir führen, verlassen die Lösung nicht. Sichtbar werden diese Einflüsse nur dort, wo sie Teil eines Musters sind.
Bericht, Freigaben und Schnittstelle
Für das Arztgespräch entsteht ein Bericht als PDF. Du wählst selbst, was hineinkommt, und gibst ihn weiter, zum Beispiel indem Du ihn in Deine elektronische Patientenakte einstellst. Für die Software von Reha-Einrichtungen, Pflegediensten und Telemedizin-Plattformen gibt es daneben eine FHIR-Schnittstelle. Bietet die Software diese Schnittstelle an und gibst Du die Daten frei, kann sie diese direkt übernehmen. Dann muss niemand etwas abtippen. Eine Freigabe kannst Du jederzeit beenden.
Häufige Fragen zur Technik
Wie entsteht ein Muster?
Aus Deinem eigenen Verlauf. Maßstab ist Deine Vorgeschichte, kein Durchschnitt aus der Bevölkerung. Geprüft werden nur Zusammenhänge, die Fachleute vorher freigegeben haben. Ist ein Muster gut genug belegt, entsteht daraus ein kurzer Text in einfacher Sprache. Dabei gelten klare Grenzen der Formulierung.
Wie kommen die Daten zu Ärztin, Arzt oder einer anderen Stelle?
Auf zwei Wegen. Für das Gespräch entsteht ein kurzer Bericht als PDF mit Inhalten, die Du selbst wählst. Den gibst Du weiter, zum Beispiel indem Du ihn in Deine elektronische Patientenakte einstellst oder direkt zeigst. Der Versand über den TI-Messenger, den gesicherten Nachrichtendienst des Gesundheitswesens, ist voraussichtlich künftig möglich. Für die Software von Reha-Einrichtungen, Pflegediensten und Telemedizin-Plattformen gibt es daneben eine FHIR-Schnittstelle. Bietet die Software diese Schnittstelle an, kann sie die Daten direkt übernehmen. Dann muss niemand etwas abtippen. Beides setzt Deine ausdrückliche Freigabe voraus, und jeder Zugriff wird protokolliert. Eine Freigabe kannst Du jederzeit beenden. Einen Bericht, den Du weitergegeben hast, bekommst Du nicht zurück.
Ist DOKINA ein Medizinprodukt?
Nein. DOKINA ist kein Medizinprodukt und hat keinen medizinischen Zweck. Die App beschreibt Deine eigenen Daten und legt weder eine Diagnose noch eine Therapie nahe.
Am Projekt mitwirken
Du möchtest die Lösung im Pilotbetrieb ausprobieren? Du lebst mit einer chronischen oder langfristigen Erkrankung, willst Deine eigenen Werte besser verstehen oder unterstützt einen Angehörigen dabei? Du forschst zu diesen Themen oder möchtest eine klar umrissene Frage bearbeiten? Dann schreib uns, wir melden uns.