Wer ist Anna Berger?
52 Jahre · berufstätig · Tochter von Elisabeth Berger
Anna Berger ist 52, arbeitet in einer Verwaltung und hat zwei fast erwachsene Kinder. Ihre Mutter Elisabeth lebt eine halbe Stunde entfernt allein in ihrem Haus. Und sie soll das nach Möglichkeit auch weiter tun. Genau das ist Anna Bergers Ziel: nicht übernehmen, sondern absichern.
Praktisch heißt das: telefonieren, einmal in der Woche vorbeifahren, Termine im Blick behalten und ein Gefühl dafür entwickeln, wie es der Mutter gerade geht. Das Gefühl ist ihr Problem. Sie fragt am Telefon, wie es war, und bekommt „ganz gut" zur Antwort. Ob das stimmt, merkt sie oft erst, wenn sie da ist.
Sie will ihre Mutter nicht überwachen. Sie will zwei Dinge: mithelfen, ohne alles selbst zu tun. Und rechtzeitig merken, wenn sich etwas ändert. Was sie zwischendurch aufschnappt, steht bisher in Chatnachrichten, auf Zetteln und im Kopf.
Auf einen Blick
- Alter52 Jahre
- RolleTochter und Ansprechpartnerin für ihre Mutter
- EntfernungEine halbe Stunde Fahrt, Besuch etwa einmal pro Woche
- ZeitBerufstätig, zwei Kinder. Absprachen laufen abends
- TechnikSmartphone, sicher im Umgang; die Mutter braucht es einfach
- Wichtigstes ZielUnterstützen, ohne zu bevormunden. Und Veränderungen früh bemerken
Verantwortung ohne Überblick
Anna Berger kümmert sich. Aber sie arbeitet mit Bruchstücken. Was sie weiß, hat sie am Telefon gehört oder beim letzten Besuch gesehen.
„Ganz gut" ist keine Auskunft
Am Telefon fragt Anna Berger nach Blutdruck, Gewicht und Appetit. Ihre Mutter will sie nicht beunruhigen und antwortet freundlich. Erst beim Besuch sieht sie, dass die Werte der letzten zwei Wochen anders aussehen.
Papiere, die niemand sortiert
Arztbriefe und Befunde landen in einer Mappe auf der Kommode. Wenn ein neuer Termin ansteht, sucht Anna Berger abends, was zuletzt gesagt wurde. Und sie findet die Hälfte nicht.
Zu spät statt zu früh
Wenn etwas aus dem Ruder läuft, erfährt sie es meistens erst, wenn schon etwas passiert ist. Genau davor hat sie Angst. Deshalb ruft sie öfter an, als beiden lieb ist.
Angehörige sehen, was die betroffene Person freigibt, nicht mehr
Anna Berger will helfen, ohne ihrer Mutter etwas wegzunehmen. Genau daran scheitern viele Lösungen: Der Zugang hängt am Gerät oder am Passwort der betroffenen Person.
Dabei sein, so weit die Mutter es will
Sie hat einen eigenen Zugang. Ihre Mutter entscheidet, ob Anna Berger nur mitliest oder auch etwas einträgt, und kann das jederzeit beenden. Das Konto ihrer Mutter bleibt ihr eigenes.
Nachvollziehbar für beide Seiten
Jeder Zugriff wird protokolliert. Ihre Mutter kann jederzeit nachsehen, wer was gesehen hat. Das schützt nicht nur die Mutter. Es nimmt auch Anna Berger den Verdacht, zu viel zu wissen.
Mithelfen, mitsehen, aber nur, was die Mutter freigibt
Anna Berger bekommt einen eigenen Zugang. Ob sie nur ansieht oder auch einträgt, entscheidet ihre Mutter. Sie kann die Freigabe jederzeit beenden.
Mit erfassen
Was Anna Berger beim Besuch bemerkt, trägt sie selbst ein: dass die Beine dicker waren, dass wenig getrunken wurde, dass die Treppe schwerer fiel. Vor einem Termin hat sie so den Verlauf der letzten Wochen zur Hand und muss nicht abends in der Mappe auf der Kommode suchen.
In wenigen Schritten verbunden
Den Zugang richten beide beim nächsten Besuch gemeinsam ein, am Tisch, in ein paar Schritten. Nichts muss abgetippt werden, und die letzte Entscheidung liegt bei der Mutter: Sie wählt, wie weit ihre Tochter dabei ist, und kann es jederzeit beenden. Jeder Zugriff wird protokolliert. Auch ihrer.
Bescheid bekommen, wenn es zählt
Für einzelne Werte lässt sich eine persönliche Grenze festlegen, zum Beispiel für das Gewicht. Wird sie überschritten, bekommt Anna Berger eine Nachricht, wenn ihre Mutter das so eingerichtet hat. Kein dauerndes Mitlesen, sondern ein Hinweis genau dann, wenn er nötig ist.
Zum Termin mitgehen, mit Unterlagen
Vor dem Arzttermin stellen beide gemeinsam einen Bericht zusammen. Anna Berger kann ihn als PDF weitergeben oder ausdrucken. Statt zu erzählen, was sie glaubt beobachtet zu haben, liegt der Verlauf auf dem Tisch.
Gemeinsam statt nebeneinander. Werte, eigene Beobachtungen und Unterlagen liegen in einem Verlauf. Sichtbar für die, die freigegeben sind.
Die Perspektive von Anna Berger
„Ich will meine Mutter nicht kontrollieren. Ich will nur nicht der Letzte sein, der merkt, dass etwas nicht stimmt.“Anna Berger, Beispiel, keine reale Person
Welche Funktionen für sie zählen
Eigener Zugang für Angehörige
Anna Berger meldet sich mit ihrem eigenen Zugang an. Eingerichtet ist er in wenigen Schritten, ohne lange Zeichenfolgen. Ihre Mutter gibt vor, wie weit sie dabei ist.
Hinweis bei persönlichen Grenzen
Für einzelne Werte lassen sich eigene Grenzen festlegen. Wird eine überschritten, geht eine Nachricht an die vereinbarten Personen.
Medikationsplan einlesen
Den bundeseinheitlichen Medikationsplan der Mutter einmal über den Strichcode einlesen, statt ihn abzutippen. Die Medikamente stehen danach im Plan.
Freigaben bleiben bei der Mutter
Wie weit Anna Berger dabei ist, entscheidet Elisabeth Berger. Nur sie kann es ändern oder beenden. Über jeden Zugriff gibt es ein Protokoll.
Begriffe rund um die Unterstützung von Angehörigen, kurz erklärt
Diese Wörter stehen in Formularen und Anträgen. Hier stehen sie in einfacher Sprache.
Pflegende Angehörige
Menschen, die ein Familienmitglied im Alltag unterstützen, oft neben dem eigenen Beruf.
Angehörigenzugang
Ein eigener Zugang zur App für die unterstützende Person. Er hängt an ihrer Anmeldung und nicht am Gerät der Mutter.
Freigabe
Die Erlaubnis der betroffenen Person, in ihre Daten zu sehen. Sie gilt, bis die Person sie beendet.
Zugriffsprotokoll
Die Liste, wer wann etwas gesehen hat. Sie steht beiden Seiten offen.
Medikationsplan
Die Übersicht, welche Mittel wann genommen werden sollen. Sie entsteht aus dem Papierplan, einem Dokument oder von Hand.
Betreuung aus der Ferne
Unterstützung über Entfernung, ohne täglich vor Ort zu sein.
Wie Elisabeth Berger ihren Alltag erlebt
Elisabeth Berger ist 79, lebt mit Herzschwäche und Diabetes allein zu Hause und misst gewissenhaft. Dieselbe Situation, aus ihrer Sicht erzählt.
Anna Berger ist ein Beispiel, keine reale Person. Die beschriebenen Abläufe zeigen, wie die Lösung gedacht ist.